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Wie Digitalisierung Auslandsaufenthalte verändert

Wie Digitalisierung Auslandsaufenthalte verändert

28.03.2019

v. l. n. r. Conny Czymoch, Robert Kulesa, Sven Scharff, Barbara Kerime, Simone Fuchs, Angelika V. Kolmer, Christian Klinkhammer

Das 5. DR-WALTER Sicherheitsforum am 26. März 2019 stand ganz im Zeichen der digitalen Transformation. Vor den rund 100 Teilnehmern in Siegburg – zumeist Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit – kamen folgende Themen zur Sprache: In punkto Telemedizin wurden drei virtuelle Sprechstunden simuliert und diskutiert. Wie lässt sich die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit bei Auslandseinsätzen finden? Wie hilft eine Sicherheits-App und wem nutzen Mikroversicherungen – das waren weitere Themen der Konferenz. Der Neudenker Karl-Heinz Land stellte am Ende in Aussicht, dass mittels Digitalisierung der Mensch wieder in den Fokus rücken werde.

Live-Fernbehandlung
Zwar wurde das Fernbehandlungsverbot in Deutschland vor knapp einem Jahr gelockert, doch gängige Praxis ist die medizinische Beratung via Telefon, Videokonsultation oder Online-Chat noch lange nicht. Mit dem Assisteur MD Medicus, der schon lange Erfahrung mit der digitalen Versorgung von Patienten im Ausland hat, wurden live mehrere Versorgungsszenarien durchgespielt: Mittelohrentzündung in Kenia, schmerzendes Auge in Indien und verletztes Sprunggelenk in Bolivien. Wie verläuft ein Besuch in einer digitalen Arztpraxis von der Registrierung über eine Sicherheits-App, Terminvereinbarung und virtuelles Wartezimmer bis hin zur Videokonsultation durch einen der fest angestellten Fachärzte? In den ersten beiden Fällen wurde die Patientin durch die Ärztin in Deutschland mit einfachen Behandlungsmöglichkeiten versorgt. Beim verletzten Fuß wurde die Erstbehandlung der südamerikanischen Kollegen korrigiert und umgehend in eine Klinik überwiesen.

Krank im Ausland
In der anschließenden Podiumsdiskussion erörterten Ärzte, Juristen, Versicherer und Patienten Möglichkeiten und Grenzen der Telemedizin. Dabei ging es auch um die Frage, ob die Freiwilligen und Entwicklungshelfer im Ausland das lokale Gesundheitssystem schädigen, wenn sie die medizinische Videokonsultation in Anspruch nehmen, statt vor Ort zum Arzt zu gehen. Sven Scharff vom Unternehmen MD Medicus, welches seit über 25 Jahren medizinische Assistance- und Serviceleistungen anbietet, sprach sich entschieden dagegen aus, Patienten zum Wirtschaftsfaktor in dem Land werden zu lassen, in dem sie sich aufhalten. Es gelte Korruption zu verhindern: Dass vom Taxifahrer bis zum Chefarzt alle mitverdienen an unnötiger und überteuerter Versorgung von Ausländern, sei in vielen Ländern gang und gäbe. Sein Ärzteteam kann in über 20 Sprachen bei medizinischen Fragen helfen: Ärzte in Deutschland vermitteln beispielsweise muttersprachlich geführte Arzt-Arzt-Gespräche und Arzt-Patienten-Gespräche ebenso wie Notärzte und Rettungsassistenten. Durch Telemedizin kontrollieren sie Wunden und Verbände; verschaffen sich einen Eindruck von Krankenhäusern und verhindern manche Einweisung in eine teure Privatklinik.

Freiwillige zwischen Freiheit und Sicherheit
Wie ausgeprägt das Sicherheitsbedürfnis junger Menschen ist, die einen Freiwilligendienst absolvieren, veranschaulichte ein Vortrag von Anette Schwitzke, Trainerin im Bereich Frieden, Konflikt und Sicherheit. Deutsche Jugendliche sind durch starke Individualisierung geprägt und haben hohe Erwartungen an die Entsendeorganisationen. Diese sind sich ihrer Fürsorgepflicht besonders bewusst. Mehr Inklusion, die psychische und physische Einschränkungen bringt, stellt sie vor zusätzliche Herausforderungen. Eine Unterstützung für beide Seiten – Organisationen wie Freiwillige – ist die neue Sicherheits-App mit Telemedizin- und Notruf-Button. Der Experte für Reise- und Auslandsversicherungen DR-WALTER stellte sie in Siegburg vor: Sie wurde entwickelt, um den jungen Helfern im Ausland einen schnellen und unkomplizierten Arztkontakt zu ermöglichen.

Microinsurances
Über Microinsurances für Haushalte mit Niedrigeinkommen in Entwicklungsländern referierten Gene Nealon und Anders Blak von Global Benefits Group (GBG). Der internationale Versicherer und Rückversicherer bietet Deckung für Menschen, die nur ein geringes Vermögen und wenig Erspartes haben. Möglich geworden sind die neuen Absicherungskonzepte durch Fintech- und Insurtech-Technologien.

Warum wir keinen zweiten Planeten brauchen
Den Abschluss des Sicherheitsforums bildete der inspirierende Vortrag „Erde 5.0 – Die Zukunft provozieren“ von Karl-Heinz Land: Der Visionär stellte trotz Bevölkerungswachstum, Migration, Klimawandel, Umweltverschmutzung, Einkommens- und Vermögensungleichheit, Digitalisierung und steigender Cyberabhängigkeit in Aussicht, dass der Mensch am Ende wieder in den Fokus rückt. Sein Credo „Digitalisierung ändert NICHTS… nur ALLES“: Wer sich dem nicht stelle, könne nur verlieren.

Die Vorträge finden Sie hier.

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